Kongress-Seminare

Die Bezeichnung der Seminare besteht aus dem Zeitblock, in dem sie stattfinden, sowie einer fortlaufenden Nummer.

Darunter finden Sie folgende Informationen: Vortragsseminar (VS), Praxis-Workshop (PW) und bei Teilnehmerbegrenzung die maximale Teilnehmerzahl.

Inhaltsverzeichnis

Seminarblock A - 09:15 - 10:45 Uhr
Seminarblock B - 11:30 - 13:00 Uhr
Seminarblock C - 14:30 - 16:00 Uhr
Seminarblock D - 16:45 - 18:15 Uhr

Seminarblock A

A01 (VS)
Dorothea Gersdorf
Selbstsabotage erkennen und vermeiden

Der Begriff der Selbstsabotage ist nicht jedermann geläufig, und doch handelt es sich dabei um ein häufig vorkommendes Phänomen. Es geht dabei um Verhaltensweisen, mit denen Menschen sich selbst und ihren eigenen Erfolg behindern. Fahren mit angezogener Handbremse – so beschreiben Betroffene ihr Empfinden. Das Referat befasst sich mit dem Erkennen und Verstehen von Selbstsabotage, sowie Möglichkeiten der Veränderung zu einer mutigen, visionären Lebensgestaltung.

A02 (VS)
Thorsten Dietz
Bibel und Homosexualität – ethische, exegetische, und hermeneutische Perspektiven

Kein Thema sorgt in der neueren Christentumsgeschichte für so viele Spannungen in der gesamten Ökumene wie der Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe. Für einen solchen umfassenden Konflikt gibt es nicht einfach die eindeutige Lösung. Aber es sollen die Unterschiede herausgearbeitet werden zwischen den ethischen Denkweisen, der Bibelauslegung klassischer Texte und dem Bibelverständnis insgesamt. Denn das gemeinsame Gespräch kann nur da gelingen, wo man die Position des anderen wirklich versteht.

A03 (VS)
Marion Schowalter
Angststörungen

Das Seminar vermittelt eine Übersicht über Entstehungsbedingungen, Erscheinungsbild und Therapiemöglichkeiten von Angststörungen. Außerdem werden Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt, auf die Seelsorger*innen und Berater*innen bei Ratsuchenden mit Angststörungen stoßen können.

A04 (VS)
Wolfram Soldan
Emotional Logic – Konstruktiv mit emotionalen Herausforderungen umgehen
Emotional Logic wurde von Dr. Trevor Griffiths (GB) entwickelt, um die an emotionalen Herausforderungen beteiligten Gefühle greifbar zu machen und einen konstruktiveren Umgang damit zu erreichen. Es ist mit überschaubarem Aufwand erlernbar und vielseitig in privaten und beruflichen Kontexten einsetzbar, auch ergänzend zum eigenen therapeutischen oder seelsorglichen Ansatz und wird im Seminar theoretisch vorgestellt und praktisch illustriert (Video oder Livedemonstration).
A05 (VS)
Uwe Simon
Essstörungen. Wie sehen Patienten ihre Erkrankung?

Nach einer kurzen Einführung über die unterschiedlichen Essstörungen und Darstellung eines stationären Behandlungskonzeptes wollen wir anhand von echten Videosequenzen, Ton- und Textbeiträgen Einblick in verschiedene Aspekte von Essstörungen aus der Sicht von Patienten bekommen. Was können wir von unseren Patient*innen lernen für unsere Arbeit mit ihnen? Vortragsseminar mit der Möglichkeit zum Austausch.

A06 (VS)
Rudolf Sanders
Mangelnde Emotionsregulierung in nahen Beziehungen und ihre Veränderung durch Erfahrungen der Selbstwirksamkeit in der Arbeit mit Paaren

Die Partnerschule als Paartherapie im Integrativen Verfahren lässt die Partner im Angesicht des anderen sich immer mehr zu dem Menschen entwickeln, den Gott in einem angelegt hat. Diese wechselseitige Erfahrung stärkt die Verbundenheit und Intimität des Paares. Auf diesem bio-psycho-sozialen Weg wird die Therapeut*in durch ihre sichernde und richtungsgebende Rolle eine wichtige Bindungsperson. So entwickelt der Einzelne die Souveränität einer sozial bezogenen Autonomie. www.partnerschule.eu

A07 (PW)
Herbert Scheiblich
Hypnotherapie – Ressource oder Risiko für den Glauben

Therapeutische Hypnose ist für viele Christen angstbesetzt. Dabei ist diese Therapieart eine Mutter vieler psychotherapeutischer Methoden. Das Seminar will Mythen aufzeigen und mittels eigener Erfahrungen durch praktische Übungen eine eigenständige Bewertung ermöglichen. Der Referent mit über 40-jähriger Tätigkeit in Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie, Seelsorge und Theologie versucht durch sachliche Veranschaulichung hypnotischer Phänomene Fakten von Vorurteilen zu trennen und legt eine klare theologische, biblische und christliche Beurteilung dar.

A08 (VS)
Benedikt Elsner
Beziehungsweise - Seelsorge bei Jugendlichen im Spannungsfeld von Gemeinde und Großveranstaltungen
Gerade junge Menschen suchen den Kontakt bei Lebens- und Glaubensfragen. Welche Fragen sie umtreiben und wie sie in diesen Fragen Begleitung erfahren können, soll aus der Jugendarbeitspraxis heraus geschildert werden.
A09 (VS)
Christian Schäfer
Schizophrenie

Im Vortragsseminar sollen die Grundlagen der Schizophrenie, ihre Erscheinungsformen, die Psychopathologie und ihre Behandlung erläutert werden. Zusätzlich wird der Unterschied zwischen religiösem Erleben und krankhaftem Wahn erläutert. Im Seminar soll durch einzelne Übungen versucht werden die Erlebniswelt von Menschen mit Psychose den Teilnehmenden zugänglich zu machen. Fragen und Diskussionsbeiträge sind ausdrücklich erwünscht.

A10 (PW)
Karla Kränzlein
max. 12 Teilnehmer
Bibliodrama - Mit Jesus im Sturm

Bibliodrama lädt uns ein, in eine biblische Rolle zu schlüpfen und eine biblische Geschichte im Dialog mit anderen ganz neu zu erleben. Wenn Sie möchten, nehme ich Sie auf die spannende Reise in Mt 14,22-31 mit, bei der Sie sich selbst, Gottes Wort und Gott auf eine andere Weise begegnen können!

A11 (PW)
Gabriela Jaroš
max. 20 Teilnehmer
Mit Bildern beten – kreative Wege in die Gottesbeziehung

Ein altes Sprichwort sagt: „Wer beten will, der richte sich eine Kapelle zu in seinem Herzen.“ Die frühen Mönche haben nicht nur mit Worten meditiert, sondern auch mit Bildern. Dieser Workshop soll Möglichkeit schaffen, durch das selbstgemalte Bild mit dieser Herzens-Kapelle in Berührung zu kommen. Ziel ist es, Bilder zu schaffen, die in uns Hoffnung verankern. So können krankmachende innere Bilder heilen.

A12 (PW)
Michael Stahl
max. 80 Teilnehmer
Konfliktbewältigung und Grenzen setzen
Konfliktbewältigung durch Grenzen setzen und Selbstbehauptung ist ein sehr aktuelles Thema in der heutigen Welt. Viele Menschen verlassen sich hierbei schnell auf Äußerlichkeiten ihres Gegenübers. Was ein Mensch aber in seinem Innersten über sich selbst fühlt und denkt, ist das Entscheidende in Konfliktsituationen. Weiß ich, dass ich wertvoll bin, kenne ich überhaupt meine eigenen Grenzen, wie kann ich Situationen deeskalieren? Auf diese und weitere Fragen möchte Michael Stahl Antworten geben.
A13 (VS)
Raphaela Berger
„Warum hat mir das niemand früher gesagt?“ Von Sex und anderen wichtigen Dingen

Jahrhundertealte Lügen aus falsch verstandener Bibellehre, falschen Vorbildern und Missverständnissen haben zu weitaus destruktiveren Folgen geführt, als man sich eingestehen mag. Damit muss Schluss sein. Die Ehe zwischen Mann und Frau als kleinste soziale Einheit muss wieder zu dem werden können, was Gott von Anbeginn damit im Sinn hatte: nämlich "ein Stück Himmel auf Erden".

A14 (VS)
Yassir Eric
Arabische Subkultur besser verstehen
Was müssen Sie wissen, um die arabischen und orientalischen Subkulturen besser verstehen zu können? Spielt der Glaube eine Rolle? Gibt es auf beiden Seiten Missverständnisse und/oder Vorurteile, die Begegnungen erschweren? Dieser Workshop wird zeigen, wie Barrieren liebevoll überwunden werden können und wie die Begegnung mit der arabischen Denkweise gelingen kann.
A15 (PW)
Maike Behn
max. 30 Teilnehmer
Traumasensible Seelsorge
„Durch seine Wunden sind wir geheilt“! Das gemeinsame Erleben steht im Vordergrund: Fachwissen, „Häschen-Denker-Modell“ und biblische Geschichten gehen eine Kooperation ein. Sie liefern heilsame Bilder und Sprache. Was passiert im Gehirn? Wie reorientieren wir bei Dissoziationen? Transgenerative Traumaweitergabe. Umgang mit Flüchen und Bindungen. Segnen – Salben praktisch.
A16 (VS)
Matthias Luther
Biografiearbeit - kreative Therapietechniken mit Kindern und Jugendlichen
Wer bin ich? Wo komme ich her? Was wird aus mir? Diesen und anderen Fragen geht die in der Heimerziehung entwickelte Biografiearbeit in Form einer Vielzahl von kreativen Therapietechniken nach. Ziel ist, mit Kindern und Jugendlichen ihre Vergangenheit greifbar, erlebbar und auch für ihre Zukunft handhabbar zu machen. In diesem Seminar werden Tools wie Lebenslinie, Lebensbuch, Cover Story und vieles mehr mit Praxisbeispielen und Selbsterfahrungsanteilen vorgestellt.
A17 (VS)
Dorothee Erlbruch / Reinhard Klein
max. 20 Teilnehmer
Projektvorstellung: Beratungsstelle Aus-WEG?! - Beratung und Hilfe im Schwangerschaftskonflikt und nach Schwangerschaftsabbruch
Vorstellung des innovativen Konzeptes. Die Situation ungeplant schwanger gewordener Frauen ist oft hoch komplex, die Gefühle ambivalent. Wie kann es gelingen, die Frau gut zu beraten und gemeinsam eine nachhaltige Perspektive für Mutter und Kind zu entwickeln und umzusetzen? Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein belastender Eingriff. Trauer und Schmerz danach finden oft im Verborgenen statt. Ansätze der psychologischen Beratung nach Schwangerschaftsabbruch werden ebenfalls vorgestellt.
A18 (PW)
Rolf Gersdorf
max. 60 Teilnehmer
Angsträume in Hoffnungsräume verwandeln durch Aufstellungsarbeit - „Wohin die Sprache nicht reicht!“ (H. Keilson) – Teil I
Mit schwierigen Lebenserfahrungen, Traumatisierungen, Beziehungsverstrickungen etc. hängen häufig lebenslange Ängste und Sprachlosigkeit zusammen. Hoffnung ist in den persönlichen Bewältigungsprozessen ein unverzichtbarer Bestandteil heilsamer Veränderungen. Versöhnende Aufstellungsarbeit auf biblischer Grundlage öffnet durch ihre körpertherapeutische Dimension und Dialogarbeit Hoffnungsperspektiven, um aus Angsträumen herauszutreten. Doppelworkshop mit Live- Aufstellung. Achtung: Zweiteiliger Workshop, kann nur zusammen mit B18 gebucht werden!
A19 (VS)
Gisela Bullermann
Mit bewusster Sprache sicher die Zukunft gestalten

Wissen Sie immer was Sie sagen? Sind Sie sich bewusst, was Ihre Wortwahl bewirkt? Die Referentin zeigt anhand des Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzeptes lösungsorientierte und neue Wege der Kommunikation auf. Im Vortragsseminar erproben die Teilnehmende die Kraft der Sprache an praktischen Übungen. Sie erfahren welche Wirkung Sprache hat und wie sie diese klar und wertschätzend einsetzen können.

A20 (PW)
Andrea Du Bois
max. 25 Teilnehmer
Bewegung ist das Gegenteil von Angst - Eine tanztherapeutische Exploration

Durch einfache Übungen kann spielerisch erforscht werden, wie man von der Erstarrung, als Phänomen der Angst, wieder in Bewegung und damit wieder in die Handlungsfähigkeit gelangt. Sich selber zu folgen und sich selber zu vertrauen schafft den Boden dafür. In dem Seminar wird die Theorie zur Praxis und die Teilnehmende können am eigenen Leib diesen Prozess erfahren und dann als Handwerkszeug für sich und ihre Patient*innen nutzen.

A21 (PW)
Angelika Müller
max. 26 Teilnehmer
Lebendig lehren

Wie kann ich meine Lehre oder meinen Unterricht so gestalten, dass Teilnehmende etwas mitnehmen und zur Umsetzung motiviert werden? Mit einigen kurzen Impulsen und gemeinsamem Austausch werden wir die Möglichkeit nutzen, die eigene Lehre zu reflektieren und zu verbessern. Es wird praxisnah und kurzweilig! Grundvoraussetzung für dieses Seminar ist Lehrtätigkeit in beliebiger Form (z.B. auch Hauskreisleitung).

A22 (VS)
Heinrich Christian Rust
Heilen, trösten, begleiten. Die Heilungskompetenz der christlichen Gemeinde

Heilung ist ein christliches Thema. Wie können fachliche und geistliche Kompetenzen im therapeutischen Dienst zusammenwirken? Welche Relevanz haben der Heilige Geist und das Wort Gottes in Diagnostik, Therapie und Seelsorge? Sind Fachkompetenz und Vollmacht identisch? Das Seminar gibt hierzu einige biblisch-theologische Orientierungen, zeigt Praxisbeispiele eines Zusammenwirkens der Fachdisziplinen und der Gemeinde Jesu Christi auf.

A23 (PW)
Christoph Zehendner
Mein Marschgepäck für den Weg in die Zukunft - Wie Lieder durch schöne und schwere Zeiten begleiten
Unsere Großeltern wussten, welche Lieder sie in schweren und in schönen Stunden singen konnten. Sie hielten sich fest an den guten Worten von Chorälen und Hymnen. Sangen sie „by heart“, auswendig. Welche Lieder aber sollten wir mitnehmen in die angenehmen und die herausfordernden Etappen unseres Lebens? Gemeinsam denken wir darüber nach, tauschen uns über Beispiele aus, singen – und staunen.

Seminarblock B

B01 (VS)
Hartmut Bergfeld
Hoffnung als spirituelle Ressource

„Es gibt Hoffnung für eine unfertige Welt“, formulierte der weithin bekannte Theologe Jürgen Moltmann. Die globalen Krisen unserer Zeit verstärken existenzielle persönliche Krisen. In Beratung und Seelsorge ist deshalb auch die Frage wichtig: „Welche Hoffnung habe ich für diese Welt?“ Die Sicht auf das große Ganze beeinflusst die Zuversicht für das Gelingen des eigenen Lebens. Leitfragen dieses Seminars: Welche Ressourcen enthält eine biblische Theologie der Hoffnung für die Menschen, die wir in Beratung und Seelsorge begleiten? Welche Hoffnung habe ich für meine Klient*innen?

B02 (VS)
Martin Grabe
Warum ist die Beziehung von homosexuell empfindenden Menschen und christlicher Gemeinde so kompliziert?

Für Christen mit homosexueller Orientierung gibt es in „frommen“ Gemeinden selten einen Platz. Oft haben sie einen langen Leidensweg hinter sich. 

Das eigentliche Problem liegt dabei nicht in sexualethischen Fragen, sondern in einer tief verwurzelten Abscheu der Homosexualität an sich gegenüber. Diese führt zur Ausgrenzung und Ächtung einer ganzen Gruppe von Menschen allein aufgrund ihres Empfindens. Wie ist das möglich in der Gemeinde Jesu? Das Seminar möchte Verstehenshilfen bieten und Brücken bauen.

B03 (PW)
Michael Borkowski / Albrecht Gralle
max. 25 Teilnehmer
Herzensgebet – Beten mit Atmen mitten im Alltag
Einatmen, Ausatmen, Innehalten. Wird das Atmen mit dem Namen Jesu verbunden, entsteht Klarheit und Orientierung. Mit dem Herzensgebet finden wir im Alltag einer Beratungsstelle, eines Krankenhauses, einer Schule oder eines Betriebes zur inneren Ruhe. Wir bekommen Kraft und erkennen wieder, was wesentlich ist. Das Herzensgebet ist Meditation für den Alltag und die Wiederentdeckung einer alten, christlichen Tradition. In diesem Seminar werden Sie angeleitet, das Herzensgebet zu entdecken, zu üben und in den normalen Alltag mit hineinzunehmen.
B04 (VS)
Bettina K. Hakius
Spirituelles Resilienz-Training in Coaching, Seelsorge, Therapie: biblische-geistliche Ressourcen neu entdecken
Wir lernen zunächst gängige Resilienz-Modelle kennen und reflektieren diese kritisch-würdigend im Licht biblisch-theologischer Erkenntnisse. Dabei entdecken wir auch neue „Resilienz-Faktoren“, wie z.B. die Kraft der (Heils-)Geschichte und der biblischen Feste und diskutieren die Frage nach dem Leid (Theodizee) unter diesem Blickwinkel. Vortrag mit praktischen Übungen.
B05 (PW)
Jens Mankel / Nicole Mankel
max. 27 Teilnehmer
Im Fragment das Ganze entdecken - Impulse aus der Dialogischen Gestaltarbeit für den Umgang mit polaren Lebenserfahrungen

„Unser Leben hat fragmentarischen Charakter“ (D. Bonhoeffer). Das erleben wir auf unterschiedliche Weise. Vieles im Leben bleibt bruchstückhaft und wir selbst bleiben bedürftig. Wie können wir in diesem Fragment das Ganze entdecken und wie die polaren Lebenserfahrungen von Gelingen und Scheitern, Aufbau und Abbruch, Angst und Zuversicht, integrieren? Mit Übungen zur Selbsterfahrung und Impulsen aus der Dialogischen Gestaltarbeit werden wir uns dem Fragment und dem Ganzen unseres Lebens annähern.

B06 (PW)
Christiane Henkel
max. 16 Teilnehmer
Mit dem Körper glauben – Focusing und Spiritualität
In der heutigen Zeit sehnen sich Menschen nach einem Glauben, der nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz und den Körper erreicht. Mit Focusing kann der Glaube vertieft und nach neuen, persönlichen Bedeutungen alter Glaubensschätze gesucht werden. Die Methode mit ihrem wertschätzenden, inneren Dialog passt als geistlicher Übungsweg gut zur christlichen Tradition und hilft zu frischem Erleben. In diesem Seminar wird ein Zugang zum Körper erprobt und mit geistlichen Impulsen verbunden.
B07 (PW)
Martina Werries
max. 17 Teilnehmer
Tanz der Gegensätze

Tanz, Bewegung und Gestalten helfen, Gegensätze bewusster und lebendig werden zu lassen. Durch kreatives Arbeiten können Ideen des Umgangs mit ihnen und der Zwischenraum der Pole entdeckt, sichtbar gemacht und Neues entwickelt werden. Tänzerische Bewegung und therapeutische Methoden finden dazu in diesem Workshop Platz.

B08 (VS)
Johannes Haack
max. 25 Teilnehmer
Tiefes geistliches Lesen im digitalen Zeitalter
Was haben Lectio Divina, Bibliotherapie und Bibellesegruppen gemeinsam? Welche Vor- und Nachteile haben digitale Bibeln? Im Seminar werden neue Befunde der kognitiven Psychologie und der Religionspsychologie vorgestellt, die sich mit Immersion, Absorption und tiefem Ergriffensein durch einen geistlichen Text befassen. Schließlich folgen praktische Impulse für eine tiefe geistliche Lesekultur.
B09 (PW)
Markus Steffens
Zwangsstörungen
Jeder Mensch hat hin und wieder Zwangsgedanken oder zwanghafte Handlungen. Bis zu einem gewissen Grad sind strukturierende Verhaltensweisen wünschenswert. Zum Problem wird es, wenn wir die extrem quälenden, herunterziehenden Gedanken nicht mehr loswerden und der Alltag wegen der Zwänge kaum noch zu bewältigen ist. Dieser Praxis-Workshop möchte über ein Impulsreferat mit großen Beteiligungsmöglichkeiten das Erkennen und hilfreiche Therapieansätze der häufig unerkannten Zwangsstörungen erarbeiten.
B10 (PW)
Arthur und Elizabeth Domig
Reife Liebe - Erfüllte Beziehungen im Alter

Die Kinder sind aus dem Haus oder selbstständig unterwegs. Wir merken, dass diese neue Lebensphase anders wird. Wir fühlen uns unsicher was da auf uns zukommt bzw. schon da ist. Es ist eine Zeit der Neuorientierung. Wie möchten wir damit unser Leben gemeinsam gestalten?

• Was sind die besonderen Freuden und Vorteile dieser Phase unseres Lebens?

• Was sind unsere besonderen Herausforderungen?

• Wie hat sich unser Ehe-Alltag verändert (z.B. Rollenverteilung, neue Aufgaben...)?

• Wie geht es uns in der Beziehung zu unseren erwachsenen Kindern, bzw. unseren Eltern?

B11 (VS)
Lidia Lysiuk
Psychoonkologie: Treffpunkt von Seele und Körper

Galen sprach über die Verbindung zwischen Krebs und der menschlichen Seele. Das Seminar zeigt Ergebnisse moderner Forschung, die solche Zusammenhänge betrachten. Es wird über Fragen gesprochen, wie Patienten ihr Krankheitsschicksal bewältigen (z.B. Patient*innen mit Brustkrebs). Besondere Beachtung wird der existenziellen und spirituellen Dimensionen des menschlichen Seins unter der Voraussetzung von Erkrankungen geschenkt. Aufgrund der vorliegenden Daten und Ergebnisse werden die Seminarteilnehmenden darüber reden, wie sie Patient*innen und ihren Angehörigen helfen können. Seminarsprache: Russisch mit Übersetzung ins Deutsche

B12 (PW)
Joachim Kristahn / Carsten Buck
Gesunde und ungesunde Spiritualität – können wir sie unterscheiden?
Sicherlich sind wir schon einer Spiritualität begegnet, die wir als gesund oder eher ungesund empfanden. Welche Kriterien zur Unterscheidung gibt es über einen Spontaneindruck hinaus? In einem zweiten Teil geht es um unsere Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes. Dazu wird am Ende eine noch wenig bekannte Übung angeboten, die in der Tradition christlicher Spiritualität steht und gleichzeitig heute gut durchführbar ist. Die persönlichen Erfahrungen der Referenten fließen mit ein.
B13 (VS)
Tobias Dürksen
Vorstellung des privaten psychiatrischen Sanatoriums Eirene in Paraguay
Anhand eines VS möchte ich Sie an dem Leben unserer psychiatrischen Klinik Anteil haben lassen. Das Sanatorium Eirene wurde mit Hilfe des MCC (mennonite central comitee) im damals kaum bewohnten Chaco aufgebaut und wird heute von den paraguayischen Mennoniten getragen. Es verfügt über die nötige Infrastruktur sowie kompetentes Fachpersonal für stationäre und ambulante psycho-soziale Dienste, wobei Vorbeugung, Entgiftung, Rehabilitierung und ganzheitliche Heilung angestrebt werden.
B14 (VS)
Matthias Burhenne
Impulse für die Eheberatung - wie kann man aus einer destruktiven Streitspirale aussteigen?
Konflikte in der Ehe gut bewältigen, wer will das nicht! Aber wie kann man die destruktive Streitspirale beenden und vom Machtkampf zum fairen Dialog kommen? Was ermöglicht mit Gefühlsexplosionen besser umzugehen und die Andersartigkeit des anderen zu verstehen? Es werden Impulse aus dem alttestamentlichen Buch der Sprüche und Methoden aus der Stress- und Kommunikationsforschung vorgestellt, die sich gut in den Seelsorge- und Lebensberatungskontext integrieren lassen.
B15 (VS)
Albrecht Seiler
Grundlagen der Psychopharmakotherapie – eine Einführung für "Nicht-Mediziner"
Psychopharmaka zielen auf Wirkungen im zentralen Nervensystem und sind ein unverzichtbarer Therapiebaustein der modernen Medizin. Das Vortragsseminar stellt die Wirkprinzipien wichtiger Psychopharmaka vor. Der Einsatz von Medikamenten bei einigen häufigen psychiatrischen Krankheitsbildern wird besprochen, Wirkungen und Nebenwirkungen werden diskutiert. Das Seminar vermittelt einen Überblick und ein Grundverständnis zur Psychopharmakologie.
B16 (VS)
Wilfried Veeser
Populistische Rhetorik in Gemeinden – Was können wir ihr in Seelsorge und Beratung entgegensetzen?

Postfaktisches Denken in Formen von Vergeistlichung oder bedrohlicher Endzeitvorstellungen ist in christlichen Gemeinden längst präsent. Die Sicht einer „bösen Außenwelt“ und einer „heilen Gemeindewelt“ teilt die Menschen in Gut und Böse ein. Daraus entstehen rigide Glaubensformen und die Fokussierung auf Gericht und Strafe. Dann hat es das Evangelium schwer. Welche Möglichkeiten haben Seelsorge und Beratung, Menschen für ein differenziertes Denken, für Realität und biblische Wahrheit zu gewinnen?

B17 (VS)
Maria Mallender
Traumapädagogische Begleitung von Geflüchteten
In dem Seminar werden grundlegende Informationen zu Traumatisierung und Traumafolgen bei Geflüchteten vermittelt sowie eine traumpädagogische Haltung erarbeitet, die den Umgang mit Betroffenen in Haupt- und Ehrenamt erleichtern soll. Einige Praxis-/ Fallbeispiele werden den Vortrag veranschaulichen. Auch das Thema Selbstfürsorge soll Beachtung finden.
B18 (PW)
Rolf Gersdorf
max. 60 Teilnehmer
Angsträume in Hoffnungsräume verwandeln durch Aufstellungsarbeit - „Wohin die Sprache nicht reicht!“ (H. Keilson) – Teil II

Achtung: Zweiteiliger Workshop, kann nur zusammen mit A18 gebucht werden! Alle weiteren Informationen finden Sie unter Seminar A18.

B19 (VS)
Katrin Kroll
„Werde Mensch“ – Klienten in Beratung und Therapie in der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität unterstützen

Unsere individuelle Identität reift unser ganzes Leben lang. Auch die Entwicklung unserer Geschlechtsidentität beschäftigt uns mit Fragen, die auch in Beratung und Therapie bedeutsam werden können. Das Seminar beschäftigt sich mit der oft schwierigen Frage, wie wir Klient*innen in ihren Herausforderungen dabei begegnen können. Es geht im Seminar genauso darum, gute Beratungs- und Therapieansätze vorstellen, wie miteinander auch die ethischen Grenzen und Fragen zu diskutieren.

B20 (VS)
Daniel Kalupner
Sexlife – exklusiv intim
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich viele Paare trotz scheinbar grenzenloser Erotik emotional distanzieren und in ihrer Liebe zueinander scheitern. Ich bin davon überzeugt, dass exklusive Intimität der Schlüssel zu einem lebenslangen glücklichen Liebes- und Sexleben ist. Ich möchte darüber sprechen, wie Erotik und tiefe Vertrautheit im exklusiven Rahmen einer Ehe seine maximale verbindende Kraft entfalten kann, sodass eine Ehe nach vielen Jahren noch romantisch und leidenschaftlich ist.
B21 (VS)
Gottfried und Annegrit Wenzelmann
Träumen – wie wir von unserem nächtlichen Kopfkino seelsorglich profitieren

Wie können Träume für das eigene Leben und in der Begleitung anderer fruchtbar gemacht werden? Manche sehen in ihnen nur „psychologisches Zeug“, andere suchen sie als prophetisches Reden Gottes zu deuten. In diesem Workshop soll der Traum auf der Basis des christlichen Glaubens, nämlich dem dreieinigen Gott, verstanden werden. Von diesem Zentrum ausgehend werden psychologische und geistliche Deutungsperspektiven anhand von Traumbeispielen dargelegt. Es wird sich zeigen, dass Träume helfen können, den Glauben in psychische Zusammenhänge hinein zu vertiefen.

B22 (VS)
René Mansilla
Interkulturelle Ehen

Das Abenteuer der Ehe ist nicht frei von Herausforderungen und Schwierigkeiten. In einer bikulturellen Ehe müssen jedoch einige zusätzliche Elemente beachtet werden. In diesem Seminar geht es um die Herausforderungen, vor denen eine bikulturelle Ehe steht, sei es im Bereich der Kommunikation, der jeweiligen Rollen als Paar oder der Werte und Weltanschauungen, die jeder aus der Kultur, in der man aufgewachsen ist, geerbt hat. Darüber hinaus wird das Seminar Werkzeuge vorstellen, mit denen ein bikulturelles Paar seine eigene Identität entwickeln kann.

B23 (VS)
Marika Rimkus
Schuld und Scham

Schuld und Scham liegen oft schwer greifbar als komplexes emotionales Geschehen mitten im Heilungsprozess des Menschen. Als störungsübergreifendes Beratungs- und Therapiethema soll das Kurzseminar für Folgendes unser Bewusstsein neu wecken: Grundlegendes zu Schuld und Scham, eine Einordnung von Schuld und Scham in den therapeutischen Alltag als Emotion, hemmender Zustand und im Rahmen von Prozessen, sowie konkrete Interventionsvorschläge, um mit Patient*innen und Klient*innen einen Weg zu suchen, ein angemessenes Scham- und Schulderleben zu entwickeln.

Seminarblock C

C01 (VS)
Thomas Widmer-Huber
Chancen der Seelsorge für Menschen mit psychischen Erkrankungen: Impulse und interprofessionelles Gespräch

Das Seminar gibt einen Einblick in die Auswertung der schriftlichen Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten der psychiatrischen Klinik Sonnenhalde Riehen zur Seelsorge in den Jahren 2015-2020. Die beiden Fragen lauteten: Was war für Sie besonders hilfreich? Was hat Seelsorge in ihrer Lebenssituation bewirkt? Es folgen Thesen zu den spezifischen Chancen der Seelsorge. Eine gute halbe Stunde ist für das interprofessionelle Gespräch reserviert. Vortrag mit Diskussion.

C02 (VS)
Rolf Sons
Christliche Seelsorge und Homosexualität in der Perspektive von Schöpfung, Erlösung und Heiligung

Immer wieder ist zu hören, dass die Bibel nur an wenigen Stellen Aussagen zur Homosexualität trifft. Auch wenn dies der Fall ist, so ist doch der Gesamtrahmen biblischer Theologie, insbesondere der Schöpfungstheologie, zu beachten. Was dies für die konkrete Seelsorge und die Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bedeutet, soll in diesem Seminar zur Sprache kommen. 

C03 (PW)
Ingrid Zehendner
max. 16 Teilnehmer
Hoffnungsbilder in schwierigen Zeiten
In welchen Farben male ich mir die Zukunft aus? Von welchen Sehnsüchten und Wünschen, Ängsten und Sorgen wird sie bestimmt? Wo spüre ich Ärger und Resignation? Welche Hoffnungsbilder geben Zuversicht? Woran will ich festhalten? Kunsttherapie bietet Chancen, Lebensfragen auf ganzheitliche Weise im kreativen Gestaltungsprozess nachzuspüren. Über Bilder und eigenes Erleben kann sichtbar und greifbar werden, was Hoffnung und Mut macht zum Weitergehen. Der Blick darf sich weiten für neue Lösungswege. Das wollen wir in diesen Workshop selbst ausprobieren und reflektieren.
C04 (VS)
Ralph Kunz
Der die zerbrochenen Herzen heilt … (Ps. 147,3) Psalmentherapie für hoffnungslose Fälle
Das Seminar widmet sich der Heilkraft biblischer Worte mit einem Fokus auf den Psalter. Im Vortrag werden die Grundzüge einer „Psalmentherapie“ entfaltet und anhand eines Beispiels Anwendungsmöglichkeiten erörtert. Es soll Raum für Austausch über eigene Erfahrungen mit Psalmen in Seelsorge und/oder Therapie sein. In der Diskussion geht es um Chancen und Grenzen des therapeutischen Einsatzes von Sprachbildern.
C05 (VS)
Zoë Bee
Spannungsfeld Esoterik und biblische Positionierung
In Theorie und Praxis Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Esoterik, Okkultismus und dem christlichen Glauben ausarbeiten. Entscheidende Merkmale als Unterscheidungshilfe. Bezug zum Zeitgeist und inklusive „Begriffs-Leitfaden“ zur Unterscheidung.
C06 (VS)
Katrin Moog
Zwischen Angst und Hoffnung in der Beratung mit Betroffenen von Menschenhandel aus Nigeria
Zwischen Angst vor den Menschenhändler*innen, dem Unbekannten, der Abschiebung und Hoffnung auf ein besseres Leben – die Situation vieler geflüchteter Frauen aus Nigeria, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. Welche Rolle spielen Ermutigung und Hoffnung, sowie der Glaube als Angstgeber und als Hoffnungsspender in der Beratung? Gemeinsam erkunden wir hilfreiche psychotherapeutische und seelsorgerliche Interventionen.
C07 (PW)
Cordula Wetzel / Henning Freund / Rolf Gersdorf / Karla Kränzlein
Lebensbilder und Berufswege in Psychotherapie und Seelsorge: Herausforderungen, Befürchtungen und Hoffnungen

Die Referent*innen mit ihrem jeweiligen Hintergrund in Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik und Theologie geben einen Einblick in ihren persönlichen Berufsweg, welche Herausforderungen eine wichtige Rolle gespielt haben und ihre dabei gewonnenen Erfahrungen. Die Verbindung von Glaube und Beruf, aber auch Fragen zu fachlichen Weichenstellungen und Entwicklung werden thematisiert. Im Anschluss gibt es genügend Zeit für Fragen und gemeinsamen Austausch.

C08 (VS)
Gabriele Hilgenstock
Die Suchterkrankung – Entstehung, Behandlung, Folgen
Sie ist so häufig und doch ein Stiefkind in Medizin und Psychotherapie. Sie löst heftige Gefühle aus - v.a. bei Angehörigen und Behandlern. Sie ist erst seit 1968 als Erkrankung anerkannt und hat erst damit das Recht, auf Krankenschein behandelt zu werden. Dabei gibt es sie schon seit biblischen Zeiten. Was hilft? Dem allem wollen wir uns im Seminar nähern.
C09 (PW)
Lena Moellmann
Über die wunderbare Kraft des kontemplativen Gebets

Ganz besonders in helfenden Berufen brauchen wir einen gesunden Selbstwert und einen Zugang zur Quelle des Lebens. Dieses Seminar stellt eine Einladung dar, das kontemplative Gebet als eine Methode kennenzulernen, die hilft, verinnerlichte Stimmen bewusster wahrzunehmen und sie durch biblische Wahrheiten auszutauschen. Es wird eine Zeit der Stille und des Hörens geben, in der wir Gottes Wahrheiten über unsere Identität tiefer „einsickern“ lassen können. Kurzvortrag mit anschließender Selbsterfahrung.

C10 (VS)
Astrid Dauster / Walter Meili
Ich habe die Hölle überlebt, weil ich an den Himmel glaubte
Im Seminar geht es um die Biographie von Astrid Dauster, wie sie im Buch „Opferkind“ wiedergegeben ist. Auf der einen Seite wurde sie von Mitgliedern einer Satanisten-Loge über die Grenze des Erträglichen hinaus gequält. Auf der anderen Seite durfte sie immer wieder die himmlische Fürsorge in der Gegenwart Jesu erleben. Walter Meili stellt ihr Fragen zu ihrer unglaublichen Überlebensgeschichte.
C11 (VS)
Ursula Roderus
Posttraumatisches Wachstum fördern
Auf traumatische Erfahrungen können Menschen auf verschiedene Weise reagieren: normal weiterleben aufgrund guter Resilienz, verarbeiten der Geschehnisse, leiden unter einer Traumafolgestörung oder posttraumatisches Wachstum entwickeln. In dem Vortrag mit Diskussion erörtern wir, was man unter posttraumatischem Wachstum versteht und wie wir dies in Seelsorge, Beratung und Therapie fördern können. Welche Rolle spielen hier gerade spirituelle Aspekte?
C12 (VS)
Karin Rau
HeartSync – wenn zerbrochene Herzen heil werden und in Beziehung zu Gott kommen
Wie kann ein zerbrochenes Herz heil werden? Wie lassen sich blockierte, belastete und traumatisierte Teile der Persönlichkeit neu mit Gott verbinden? Wie findet man Frieden, wenn man innerlich zerrissen ist? HeartSync, der von Rev. Andrew Miller entwickelte, auf einem biblischen Menschenbild basierende Ansatz von innerer Heilung, soll uns darauf Antworten geben. Vortrag mit Selbsterfahrung und Diskussion.
C13 (VS)
Alexandra Gutmann
Wenn Liebe in Gewalt und Angst mündet: häusliche Gewalt an Frauen und Kindern

Häusliche Gewalt betrifft Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, Kulturen und Hintergründen – auf Täter- und auf Opferseite. Scham, gefühlte Aussichtslosigkeit und teils begrenzte Selbstwahrnehmung als Opfer lassen Betroffene oft lange schweigen und stellen das Hilfesystem vor besondere Schwierigkeiten. Mitarbeitende in Beratung, Medizin und Bildung können - für häusliche Gewalt, Menschenhandel und rechtliche Rahmenbedingungen sensibilisiert - wertvolle Unterstützung leisten.

C14 (PW)
Katharina Lang
max. 20 Teilnehmer
Yoga als Ort der Stille und des Hörens
Dieser Workshop führt ein in die Yogapraxis als Raum, ruhig zu werden und auf das Essentielle im Leben zu schauen. Das Einbeziehen des Körpers in die seelische Gesundheit führt dazu, dass der Blick auf das eigene Leben und die Beziehung zu Gott und anderen Menschen neu belebt wird. Bewusste Bewegung, Stille und Atmung tragen dazu bei. Mehr dazu: http://www.yogahimmelwaerts.de. Körperübungen, bitte bequeme Kleidung tragen.
C15 (VS)
Madeleine Rytz
Zwischen Bewältigung und Aufblühen – Interventionen der Positiven Psychologie integriert in das Schema-Modell
Selbstfürsorge für innere Anteile übernehmen und den gesunden Erwachsenen stärken sind zwei zentrale Aspekte im Modus-Modell der Schematherapie. Hierfür lernen Sie im Seminar Interventionen aus der Positiven Psychologie kennen und anwenden. Diese Tools sind eine kraftvolle Ressource und lassen sich auch im oft hektischen pädagogischen Alltag gut anwenden. Durch das Minimieren dysfunktionaler Bewältigung lässt sich in der Arbeit mit Menschen echte Veränderung und Aufblühen erreichen.
C16 (PW)
Anna Katharina Winkelmann
Musiktherapie – Spielraum für emotionalen Ausdruck und Einklang
Musik berührt Menschen ganzheitlich und schafft im Privaten wie auch in der Therapie einen Spiel-Raum für kreativen Ausdruck. Klänge bewirken Einklang der Gefühle, machen hörbar, was (noch) nicht benennbar ist. Es wird Einblick in die aktive und rezeptive Kreativtherapie gegeben, die auch Verbindung zur christlichen Spiritualität (u.a. Lobpreis) ermöglichen kann. Musikalische Selbsterfahrung findet voraussichtlich über Improvisation an Instrumenten und der Stimme statt.
C17 (PW)
Fabienne Knittel
max. 20 Teilnehmer
Sketchnotes und Handlettering - Predigten kreativ planen und Gottes Wort vielfältig gestalten
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Bilder helfen uns beim Erinnern, nur ist die Frage: Wie wird aus der Information ein Bild? In meinem Seminar werde ich eine kurze Einführung in die Grundlagen von Sketchnotes und Handlettering geben - und wie aus den Informationen ein Bild wird. Nach der Einführung soll ausreichend Raum sein, um sich auszuprobieren und Erfahrungen zu machen.
C18 (PW)
Anne Burdenski
Umbruchphasen kreativ gestalten
In Zeiten der Krise trägt das bisher Selbstverständliche nicht mehr, alte Bewältigungsstrategien greifen nicht mehr und es braucht alternative Zugänge, um neue Sinnzusammenhänge zu entdecken, vorhandene Ressourcen zu nutzen und damit die Krise auf kreative Weise zu bewältigen. In diesem Workshop lernen Sie Fragestellungen und Tools für Beratung und Coaching kennen, die zum Entdecken nächster Schritte in Umbruchzeiten führen können.
C19 (VS)
Luca Hersberger
Nutritional Psychiatry - Ernährung und psychische Gesundheit
Wir sind besiedelt von einer Vielzahl von Mikroorganismen, die für uns überwiegend hilfreich sind. Die Erforschung dieses sogenannten Mikrobioms ist ein aktuelles Thema in vielen Medien. Wir lernen, wie Ernährung und Darmgesundheit mit unserer psychischen Gesundheit zusammenhängen und wie wir diesbezüglich weise Entscheidungen treffen können. So viele Meinungen und Trends es zur Ernährung gibt, zeigen sich doch gewisse Grundtendenzen als verlässlich und belastbar. Und diese Empfehlungen sind zum Teil auch schon in der Bibel zu finden.
C20 (VS)
Gerhard Kleinlützum
Rechtspopulismus und christlicher Glaube

Der Rechtspopulismus ist weltweit auf dem Vormarsch. Besonders Menschen mit dem Wunsch nach Beständigkeit und Sicherheit werden in ihren Ängsten vor Überfremdung, vor dem Islam und ethischer Liberalität unterstützt und „gefüttert“. Mehr konservativ orientierte Gemeinden und Christen (u.a. Evangelikale) sind dafür sehr anfällig. Im Seminar geht es neben einem ausführlichen Input auch um einen Erfahrungsaustausch über dieses Phänomen.

C21 (VS)
Andrea Budde
„Schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz“ (Klagelieder 1,12) – Chronische Schmerzen ganzheitlich betrachtet

Chronische Schmerzen stellen für Betroffene wie auch für ihr Umfeld und medizinisch-therapeutisch Tätige eine große Herausforderung dar. Eine ganzheitliche Sicht vor dem Hintergrund eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, bei dem auch die geistliche Dimension Berücksichtigung findet, kann neue therapeutische und seelsorgliche Möglichkeiten eröffnen.

C22 (VS)
Dorothee Erbe-Bechthold
„Schlaf gut!“ – von Schlafstörern und Schlafförderern

Die meisten Menschen verbringen mehr als ein Viertel ihres Lebens mit Schlafen. Wie sich diese Zeit gestaltet, kann deutliche Auswirkungen auf unsere tägliche Verfassung haben. Wir haben daher ein hohes Interesse daran, gut zu schlafen. Dennoch leidet ca. ein Drittel der Bevölkerung an Schlafstörungen. Womit hängt es zusammen, ob man gut oder schlecht schläft? Und was können wir oder unsere Ratsuchenden verändern, um unsere Schlafqualität zu verbessern?

C23 (VS)
Vsevolod Silov
Dialogphilosophie Martin Bubers und Psychotherapie

Basierend auf dem Verständnis des „Dialogischen“ im Denken des Religionsphilosophen Martin Buber wollen wir der Frage nachgehen, was ein gelungener Dialog in einer psychotherapeutischen Behandlung sein könnte. Mögliche Dialoghindernisse werden beleuchtet. Dabei wird Bezug auf die historische und gegenwärtige Rezeption der Ideen Bubers für die Psychotherapie genommen. Neben der interpersonellen Ebene zwischen Patient*innen und Therapeut*innen sind auch die Grenzen des Dialogs zwischen den verschiedenen Psychotherapie-Schulen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung zu diskutieren.

C24 (VS)
Manfred Baumert
„Dass Gott schön werde“ – Die trinitarische Dimension der Charismen – Wechselwirkungen zwischen Ich-Identität, Du-Beziehungen und WIR-Gestalt

Vielen Christen und Christinnen reicht heute ein rein intellektueller Glaube nicht mehr aus. Sie sehnen sich nach geistlichen Erfahrungen, und danach, mit anderen gemeinsam Gemeinde zu gestalten. Dazu zeigt die trinitarische Dimension der Charismen hilfreiche Wege auf und bringt unterschiedliche Gewichtungen der Geistesgaben in eine theologische Balance. Das Seminar wird auch Tools (Gabentests) vorstellen, die für verschiedene Frömmigkeitsmilieus und Konfessionen erstellt wurden.

Seminarblock D

D01 (PW)
Karin Weishaupt / Claudia Brosch
max. 25 Teilnehmer
Wege suchen: Elemente des ästhetisch-hermeneutischen Bibliodramas

Das an der Körper-, Spiel- und Theaterpädagogik orientierte ästhetisch-hermeneutische Bibliodrama verfolgt das Ziel, individuelle Erfahrungen durch biblische Texte zu ermöglichen.Der Aufbau mit den vier charakteristischen Phasen und kreativen Gestaltungselementen wird vorgestellt. Im Workshop werden gemeinsam zwei Elemente praktisch erprobt, die auf den ausgewählten Bibeltext hinführen bzw. zu einer Auseinandersetzung mit dem Text einladen.

D02 (VS)
Michael Borkowski / Jan Borkowski / Horst-Jürgen Schramm
Aufbruch – Wie entscheide ich besser?
Gut entscheiden? Ist es Verstand, Bauchgefühl, Herz oder Gewissen die mich leiten? Welchen Einfluss hat Spiritualität auf Entscheidungsprozesse? Wie entdecke ich Freiräume für gutes Entscheiden? Gutes Entscheiden in einer Welt voller Unwägbarkeiten hat Zukunft. Wir reflektieren eigene Entscheidungsmuster. Was könnte ich verändern? Verschiedene Entscheidungsmodelle werden vorgestellt. Ein Arzt, ein Manager und ein Therapeut berichten von ihren Erfahrungen.
D03 (VS)
Jan Moellmann
Factfulness: durch Fakten, Konfrontation und Verantwortungsübernahme Hoffnung erleben
Corona, Klimawandel, Armut - wir leben in einer Zeit großer Verunsicherung und Polarisierung. Angst und Pessimismus sind häufig die Folge. Ein wirksames Gegenmittel ist ein objektiveres Verständnis für und offenes Konfrontieren mit der Problemsituation: In ungefärbten Daten zu Gesundheit, Bildung und Armut sowie im Übernehmen von eigener Verantwortung lässt sich Hoffnung finden. Hierzu wird der Vortrag positive Trends der globalen Entwicklung aufzeigen und zu proaktiven Handeln motivieren.
D04 (PW)
Daniel Dettwiler
Halt in Gott finden mit Hilfe von Musiktherapie
Christliche Spiritualität und Musik haben eine lange gemeinsame Geschichte und Tradition. Musik als Therapie kann helfen, einen besseren Zugang zu sich selbst zu finden. Sie kann aber auch eine große Hilfe in der Gottesbegegnung sein. Musik ist haltgebend und tröstend. Im Seminar beschäftigen wir uns mit entsprechenden Einsatzmöglichkeiten und erleben ganz praktisch den Einsatz von aktiver und rezeptiver Musiktherapie in der Gestaltung der Gottesbeziehung.
D05 (VS)
Dietmar Seehuber
Haschisch: Heilmittel oder Droge?

Über die Legalisierung von Cannabis wird in den westlichen Staaten heiß diskutiert. Die Verschreibung von Cannabis als Medikament ist in Deutschland seit 2017 möglich. Grund genug, sich intensiv auseinanderzusetzen: wie wirkt Cannabis? Welche Folgen gibt es? Mit welchen Argumenten wird die Freigabe gefordert? Worauf sollten wir uns einstellen? In diesem Seminar gibt es genügend Zeit für Ihre Fragen!

D06 (VS)
Roland Stettler
Das verfolgte Selbst - Ängste als Ausdruck einer strukturellen Dissoziation bei chronischer Traumatisierung
Chronisch traumatisierte Patient*innen leiden unter zahlreichen Symptomen. Wird bei Angststörungen die dahinterliegende Traumatisierung nicht gesehen, kann es im Therapieverlauf zu enttäuschenden Ergebnissen kommen. Im Workshop lernen wir die Theorie der strukturellen Dissoziation kennen, die auch eine Erklärung für viele Schwierigkeiten von traumatisierten Patient*innen in der Gottesbeziehung bietet. Anhand von klinischen Beispielen wird die Arbeit mit verschiedenen Selbstanteilen vorgestellt.
D07 (PW)
Melanie Reuter
Kunst & Therapie? Kunst als Therapie? Kunst
Kunst trifft auf Therapie – Spannungsfelder und Polaritäten sind in der Kunsttherapie Alltag. Allein der Weg in die Kunsttherapie ist für viele widersprüchlich: Kunst wird verordnet? Gleichzeitig wird ein ungewohnter Freiraum geboten, der auf innere Ansprüche und Verhaltensmuster - oft mit Ängsten - trifft. Erlebte Krisen treffen auf versteckte Potentiale, die neue Hoffnung wecken. Das Seminar gibt durch die Kombination von Theorie und Praxis einen Einblick in die heilsame Wirkung der Kunsttherapie. (Keine Vorkenntnisse notwendig, Material und Schürzen werden gestellt).
D08 (VS)
Martina Kessler
max. 45 Teilnehmer
Wege Gott zu lieben

Menschen drücken ihre Liebe zu Gott unterschiedlich aus und erleben sich wiederum auf unterschiedlichen Wegen in Gottes Nähe. Häufig höhren Menschen jedoch, dass es den richtigen Weg gibt oder geben müsste z. B. das Gebet oder Lobpreis. Diese Erkenntnis führt Sie und Ihre Ratsuchenden in die Freiheit des Glaubens. 

In diesem Mitmachseminar werden verschiedene Wege aufgezeigt und im zweiten Teil werden wir nach der Fishbowl-Methode miteinander diskutieren.

D09 (VS)
Tobias Baur
Auf der Suche nach Halt - das Wesen der Angst aus existenzanalytischer Sicht

Der sich ängstigende Mensch, ist der Mensch auf der Suche nach Halt. Die Erfahrung von Gefahr und Bedrohung führt uns zu einer Auseinandersetzung mit den grundlegenden und haltgebenden Strukturen der menschlichen Existenz. Nach einer Einführung in die Existenzanalyse und Logotherapie wollen wir uns diesen existenziellen Dimensionen der Angst zuwenden, zwischen Grundangst und Erwartungsangst unterscheiden und die Vorgehensweisen der Existenzanalyse an Fallbeispielen konkretisieren. 

D10 (VS)
Friedemann Alsdorf
Auswege aus dem Scham-Angst-Zyklus
Schamgefühle sind äußerst unangenehme, aber normale Alarmsignale für Grenzüberschreitungen (Herabsetzung, Bloßstellung, …). Es gilt dann, nicht die Scham zurückzuweisen, sondern die Beschämung! Gelingt das auf Dauer nicht, richtet sich die Verachtung oft gegen das eigene Selbst, wird zur Scham-Angst. Als „Ausweg“ bemühen wir uns um eine schöne Fassade, was wiederum Angst und Rebellion in uns aufbaut. Wie kommen wir in eine größere Freiheit hinein und können auch unseren Ratsuchenden hier helfen?
D11 (VS)
Ruedi Brodbeck
Alternative Therapieansätze bei Depressionen
Depressionen gelten heute als multifaktorielle Erkrankungen. Unvollständige Remissionen und Rückfälle können Folge von nicht behandelten, weiterwirkenden Ursachen sein. Oft vernachlässigte, in einem ungünstigen Lebensstil liegende Ursachen, sowie einfache, natürliche und wirkungsvolle Therapiemöglichkeiten werden vorgestellt und deren Wirkungsweise anhand neuerer wissenschaftlicher Konzepte diskutiert. Das Beachten dieser Zusammenhänge wirkt sich günstig auf den Behandlungsverlauf aus.
D12 (VS)
Peter J. Verhagen
Adversarial collaboration in science and religion; integrating incompatible findings
In this seminar we will address several competing conceptual frameworks with regard to religion, spirituality and mental health and we will compare several models that have been proposed to resolve the problem (biomedical model, bio-psycho-social [-spiritual] model, enactivism, stress-vulnerability model). The aim is to engage in cooperative theory building, beyond fear, towards hope. Seminar in englischer Sprache
D13 (VS)
Romuald Jaworski
Das Verhältnis des Menschen zu Gott als Grundlage für die Periodisierung der religiösen Entwicklung
Diese Vorlesung untersucht Religion in der persönlichen Beziehung zwischen Mensch und Gott, ihre Voraussetzungen und die sieben Phasen der religiösen Entwicklung. Spezifische psychosoziale und religiöse Dispositionen werden unterschieden. Dabei werden Verbindungen zwischen Problemen und Konflikten aufgezeigt und wie sie sich auf das Verständnis von Gott und die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit auswirken. Die Entwicklung zur reifen Religiosität wird Entwicklungsstörungen gegenübergestellt, die zu pathologischen Formen von Religiosität und Frömmigkeit führen. Vortrag mit Diskussion
D14 (VS)
Margarita Seiwald
max. 20 Teilnehmer
Hintergrundwissen über das emotionale Gedächtnis bei der Arbeit mit dem „inneren Kind“
In diesem Vortragsseminar möchte ich Ihnen die therapeutische Arbeit mit dem „Inneren Kind“ näher bringen. Nach einer Einführung in die hirnorganischen Korrelate der Psyche und ihrer Aufgaben, werden wir uns dem emotionalen Gedächtnis annähern, um ein besseres Verständnis für die „inneren Kinder“ zu bekommen, denen wir bei uns und unseren Patient*innen begegnen.
D15 (VS)
David Bürgin
Was benötigen Heimkinder, um eine gute Zukunftsperspektive zu haben? – Ergebnisse der schweizerischen Kohortenstudie „Jugendhilfeverläufe aus Erfahrung Lernen (JAEL)“
Im Seminar wird ein Überblick über die Ergebnisse aus der Kohortenstudie JAEL gegeben. Zwischen 2007 und 2010 wurden bei der ersten Erhebung 592 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus 64 stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und dem Maßregelvollzug untersucht. Von 2018 bis 2020 kamen über 200 Teilnehmende hinzu. Sie wurden mit unterschiedlichen Methoden sehr umfassend zu ihren Erlebnissen mit der Heimerziehung befragt. Die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge in Bezug auf Resilienz und Widerstandsfähigkeit sowie eine erfolgreiche Transition ins Erwachsenalter.
D16 (VS)
Christina Bendorf / Michael Bendorf
Heilung aus ganzheitlicher Sicht – „Weißkittel“ und „Schwarzkittel“ im Dialog
Als Ärztin (Weißkittel) und Pastor (Schwarzkittel) verbindet uns neben unserer Ehe ein visionäres Thema: Wie lässt sich der gebeugte, erkrankte und beladene Mensch aufrichten? Krankheit, Mühsal und Schuld machen den Menschen heilungsbedürftig – auf körperlicher, mentaler, sozialer und geistlicher Ebene. Wir möchten in diesem Seminar als Ärztin und Pastor kooperative Heilungskompetenzen bedenken und Praxisfelder aufzeigen.
D17 (VS)
Gerhard Gutscher
Angst und Angstbewältigung
Angst kennt jeder. Welche Angst ist normal, welche Furcht sogar hilfreich? Ab wann wird sie krankhaft? Wie umgehen mit Angst? Manchmal steigert sie sich zur Panik. Gibt es Hilfe? Psychotherapeutische Ansätze werden ebenso skizziert wie Hilfen aus dem christlichen Glauben und anhand eines Fallbeispiels aufgezeigt.
D18 (VS)
Matthias Schlagmüller
Welche Rolle spielen epigenetische Prozesse bei der Entstehung und Behandlung von psychischen Krankheiten?
Epigenetische Prozesse, welche durch Gedanken, Traumata, Beziehungen, Ernährung, Bewegung u.v.m. ausgelöst werden, sind ein zentraler Einflussfaktor bei der Entstehung und Behandlung von psychischen Krankheiten. Im Seminar werden anhand aktueller Studien grundlegende Prozesse der Epigenetik und darauf aufbauende Erkenntnisse für Prävention und Therapie psychischer Probleme vorgestellt.
D19 (VS)
Kristina Hasenpusch
Interkulturelle Beratung und Seelsorge für Mitarbeitende im Ausland

Eine Zeit im Ausland leben und arbeiten? Unternehmen, die international tätig sind, erwarten von ihren Mitarbeiter*innen eine hohe Mobilität und Flexibilität. Ein beruflicher Wechsel in ein anderes Land und in eine andere Kultur erleben die Mitarbeiter*innen oft als große Belastung. Das Gehen und Wiederkommen sind große Herausforderungen. Leben in einer fremden Kultur braucht gute Vorbereitung, Wissen und konkrete Unterstützung, damit diese Erfahrung zu einem Gewinn wird.

D20 (PW)
Arnd Barocka
Depressionstherapie auf verschiedenen Ebenen
Depression ist nicht gleich Depression. Wir versuchen eine Orientierung in dieser Vielfalt anhand von charakteristischen Merkmalen. Therapie kann durchgeführt werden mit Medikamenten oder nicht, in der Klinik oder ambulant, am aktuellen Symptom orientiert oder an der Persönlichkeit orientiert – ein weites Feld.
D21 (PW)
Annika Edelmann / Michael Wirth
max. 30 Teilnehmer
Seminar für junge Leute „Begegnen – Inspirieren – Vernetzen“
Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt und befindest dich noch in Ausbildung/Studium oder bist schon Berufseinsteiger? Du hast Lust dich mit anderen jungen Leuten in einer informellen Location zu treffen, um gemütlich was Leckeres zu essen und zu trinken? Aber du hast auch Fragen, z.B. welche Rolle der Glaube im beruflichen Engagement spielen kann? Dann bist du hier genau richtig! Wir wollen junge Leute miteinander vernetzen und gleichzeitig mit erfahrenen APS-Mitgliedern ins Gespräch kommen. Unser Wunsch ist, dass wir von unseren unterschiedlichen Lebenswegen profitieren und uns gegenseitig inspirieren können. Wir freuen uns auf euch und eine gemütliche und anregende Zeit!
D22 (PW)
Andrea Lau
Wer bin ich? - Identitätsentwicklung im Kindes- und Jugendalter
Die Identitätsentwicklung eines Kindes oder Jugendlichen kann im Rahmen einer sog. Adoleszentenkrise das Störungsausmaß einer „emotionalen Störung mit Identitätsstörung und Überängstlichkeit“ erreichen, oft mit weitreichenden Folgen in Bezug auf Lebens- und Berufsplanung. Das klinische Bild kann schillernd sein: schulvermeidendes oder selbstverletzendes Verhalten, Ängste, Depressionen, Substanzmißbrauch etc. Die Spannbreite von Ätiologie und Symptomatik, insbesondere die möglichen Hemmnisse für den Einstieg ins Erwachsenenalter, sowie therapeutische Aspekte sollen im Seminar zusammengetragen und für die Arbeit im Alltag mit Jugendlichen anwendbar gemacht werden.
D23 (VS)
Hanna-Maria Schmalenbach
Interkulturelles Verständnis
In diesem Seminar wollen wir Prinzipien der interkulturellen Kommunikation betrachten und auf interaktive Weise die Faktoren besonders in den Blick nehmen, die die Verständigung von Menschen aus verschiedenen Kulturen maßgeblich beeinflussen.