Aktuelles

Was tut sich in der APS?

Jahrestagung 2018 am 27. und 28. April 2018 im Konferenzzentrum Tabor, Marburg

 

Viele von Ihnen haben es schon über Email und Post erfahren: unsere Jahrestagung wird das Thema haben:

Vorbilder! Orientierung oder Verführung?

Dazu gibt es gleich drei spannende Vorträge: Prof. Michael Rohde wird am Freitagabend beginnen mit "Depotenzierung, Imitation und Idealisierung – Vorbilder aus theologischer Sicht".

Am Samstag folgt dann Prof. Tobias Künkler mit "Lernen in Beziehung" und Gisela Ana Cöppicus Lichtsteiner aus der Schweiz mit "Vorbilder für Therapeuten – Vom psychotherapeutischen Eros".

Herzliche Einladung!

Alles Nähere zu finden in: www.aps-tagung.de ab Anfang 2018.

Und wer noch keine Infos der APS bekommt, bitte kurze Email an info@akademieps.de . Sie erfahren dann von allen wichtigen Veranstaltungen, und auf Wunsch auch von interessanten Veröffentlichungen, Fortbildungen und Stellenangeboten aus der APS-Community.

 

 

Der nächste APS-Kongress entsteht!

In einem kreativen Brainstorming im gut besetzten Fachbeiratstreffen ließ sich deutlich das Thema Digitalisierung einkreisen als wesentlicher Faktor unserer Befindlichkeit und unserer Interaktionen – und damit als Thema der Psychotherapie und Seelsorge. Nach einem weiteren Emailprozess steht das Thema jetzt fest. Hier ist es – samt erstem Einladungstext!

 

Vernetzt! Verbunden! Verstrickt?

Psychotherapie und Seelsorge in einer digitalisierten Welt

 

Jeder kennt das Schlagwort von der digitalen Revolution. Allerdings leben viele Menschen in dem Gefühl, dass das wenig mit ihnen zu tun hat.

Das hat zwei Gründe. Zum einen ist Digitalisierung, wenn sie gut gemacht ist, "smart". Ein Hersteller, der ein neues technisches Produkt vermarkten möchte, wird nur dann Erfolg haben wenn es intuitiv funktioniert und einen unmittelbaren "Belohnungsfaktor" mit sich bringt. Das kann die intelligente Kaffeemaschine sein, wo ich tatsächlich nur noch einen einzigen Knopf zu drücken brauche, um frischen Kaffee zu bekommen oder die Heckklappe, die sich auf Kick mit dem Fuß öffnet. Soziale Medien sind nur wenige Klicks entfernt, so dass selbst wenig technikaffine Großmütter inzwischen mit ihren Enkeln whatsappen.

Der andere Grund wenig zu merken ist, dass wir aufgrund unseres Jahrgangs in eine digitale Welt hineingeboren wurden. Intelligente Geräte, digitale Kommunikation, eine unüberschaubares Angebot an digitalen Spielmöglichkeiten definieren dann unseren Lebensraum gleichberechtigt mit Menschen, Tieren, Bäumen und Möbeln. Wir sind "digital natives".

Oft merken wir erst, wenn wir bewusst darüber nachdenken, wie unausweichlich wir in die vielfältigen Netze einer digitalen Welt eingebunden sind, die in den letzten 20 Jahren um uns herum gewachsen ist. Niemand hat mehr die Kontrolle darüber, wo überall sein Einkaufsverhalten erfasst wird, seine Wege, seine Beziehungen. Wir wissen auch nicht mehr, wie und von welchen Interessen die Nachrichten gesteuert sind, die uns erreichen. Digitale Parallelwelten umgeben uns und wirken in unsere hinein. Diese Parallelwelten sind global und kennen keine zeitliche Begrenzung mehr. Vielfältige Manipulationsversuche landen direkt auf unseren Displays.

Und gleichzeitig wollen wir alle unser Handy weiter nutzen. Wir wissen auch: wenn wir das Klima auf unserer Erde retten wollen, dann geht das nur mit vernetzter digitaler Steuerung unserer Energienutzung.

Das alles wirft Fragen auf, die in klassischen Therapie- und Seelsorgeausbildungen nicht vorkommen.

Was alles ist denn technisch möglich – heute und in der nahen Zukunft?

Wie steht es mit der Verantwortung des Einzelnen, wenn uns lauter externe Maschinenintelligenz die Entscheidungen nur allzu gerne abnehmen möchte?

Wie können wir Menschen helfen, deren Leben weitgehend in die virtuelle Welt abgerutscht ist, z. B. in die Computerspielsucht?

Was können wir dem "postfaktischen Denken", der manipulativen Meinungsbildung, der globalen Gleichschaltung entgegensetzen?

Und wie können all die neuen Möglichkeiten im besten Sinne in der Psychotherapie und Seelsorge genutzt werden? Ob es sich um Kommunikationsmöglichkeiten oder Trainingsprogramme handelt.

Einen besonderen Akzent setzt hier der christliche Glaube. In gewisser Weise waren Christen schon immer Menschen, die im Bewusstsein einer umfassenden Parallelwelt gelebt haben. Jesus beschreibt das mit dem Satz: "Das Reich Gottes ist mitten unter euch." Und nach christlichem Glauben umfasst dieses Reich, diese Wirkkraft und Zuständigkeit Gottes unter uns alles: auch jede immer schnellere, noch umfassendere digitale Parallelwelt. Was lässt sich also theologisch, unter dem Aspekt der christlichen Hoffnung, zur Digitalisierung sagen?

 

Wir laden Sie ein, mit uns tief in diese Fragen einzutauchen – um anschließend motiviert und mit offenen Augen unsere therapeutische und seelsorgliche Arbeit wieder aufzunehmen.

Und weil es der 10. APS-Kongress ist, möchten wir dieses Jubiläum auch ein bisschen mit Ihnen feiern.

 

 

Termine:

  • Jahrestagung 2018 am 27. und 28. April 2018 im Konferenzzentrum Tabor, Marburg
  • 10. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge am 5. – 8. Juni 2019 im Congress Centrum Würzburg

 

 

Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen auf unserer Website unter Termine und im Sekretariat.

 

Autor: Martin Grabe

Unsere Zeitschrift P&S

Leseproben von P&S sind im APS-Sekretariat oder beim SCM Bundes-Verlag erhältlich.

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